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Dietrich Henschel Biografie

Die Saison 2015/2016 beginnt für Dietrich Henschel mit Liederabenden und Konzerten; auf dem Programm stehen Mahlers Wunderhorn-Lieder (zur Projektion des WUNDERHORN-Filmes von Clara Pons), Schumanns „Dichterliebe“ und Brahms‘ „Die schöne Magelone“. Mit dem London Philharmonic Orchestra unter Vladimir Jurowski wird er das Deutsche Requiem von Brahms aufführen (Barcelona, Palau de la Musica). Im Dezember kehrt Henschel an das Théatre de La Monnaie zurück (Hänsel und Gretel), bevor er zu Sylvester an der Staatsoper Hamburg unter Kent Nagano in der Ekklesiastischen Aktion von B.A. Zimmermann zu erleben ist. Im weiteren Verlauf der Saison führen ihn Tourneen nach Südafrika und nach Israel, Aufführungen von Brittens War Requiem nach England und Frankreich. Das Filmprojekt IRRSAL (EPR Classic, EPRC 014) findet unter Philippe Herreweghe seine Wiederaufnahme im Mai mit Aufführungen in Belgien und Holland. Im Musikverein Wien (März) und der Philharmonie Berlin (Mai) stehen Liederprogramme im Rahmen des „Philharmonischen Salons“ bevor.

Biographie

Seit Beginn seiner Laufbahn widmet sich der Bariton hauptsächlich großen, zentralen Darstellerpartien der Oper. Nach seinem Début bei der Münchener Biennale für modernes Musiktheater als „Le Précepteur“ (Oper nach „Der Hofmeister“ (Lenz) von Michèle Réverdy) sang er als Ensemblemitglied der Kieler Oper neben Klassikern wie Papageno und Figaro-Graf auch den Pelléas von Debussy, den Orfeo von Monteverdi und den Prinzen von Homburg von Henze.

 

Seine Internationale Karriere begann mit Henzes „Prinz von Homburg“ an der Deutschen Oper Berlin und Busonis „Doktor Faust“ in Lyon. Es folgten Engagements an die bedeutenden europäischen Opernhäuser in Rollen aus allen Bereichen der Opernliteratur: u.a. Rossinis „Il Barbiere di Siviglia“, Wolfram in Wagners „Tannhäuser“, Monteverdis „Il Ritorno d’Ulisse in Patria“ und „Orfeo“, Kreneks „Karl V.“, Mozarts „Don Giovanni“, Beckmesser in Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“, Bergs „Wozzek“, Dr.Schön in Bergs „Lulu“, Golaud in Debussys „Pelléas et Mélisande“, Nick Shadow in Strawinskys „The Rake’s Progress“, die Titelrollen in „Enescus Œdipe“ und Manfred Trojahns „Orest“ sowie Johanaan in „Salome“ von Richard Strauss.

Auch im Konzertbereich ist Dietrich Henschel sehr präsent, seine Diskographie umfasst Lied- und Oratorienaufnahmen mit Werken aus allen Epochen, mit Dirigenten wie John Eliot Gardiner, Phillipe Herreweghe, Christoph Eschenbach, Kent Nagano und Colin Davis. Komponisten wie Detlev Glanert, Manfred Trojahn und Luciano Berio vertrauten ihm ihre Werke zur Uraufführung an.

 

Ein besonderer Schwerpunkt in Dietrich Henschels Schaffen liegt in der Verbindung von Liedgesang und Theater, szenischen Darbietungen von Schuberts „Winterreise“ und Schönbergs „Buch der hängenden Gärten“ folgte 2010 das Theaterstück „Wenn ich sein Antlitz sehe“ zur Musik von Schuberts „Schwanengesang“, das u.a. im Théâtre La Monnaie, der Komischen Oper Berlin und dem Theater an der Wien aufgeführt wurde.

In Zusammenarbeit mit der Regisseurin Clara Pons wurden mehrere Spielfilme realisiert, die zur Aufführung im Live-Konzert gezeigt werden: 2013 hatte das Projekt „IRRSAL – Triptychon einer verbotenen Liebe“ (Musik: Hugo Wolf) seine Premiere in der Tonhalle Düsseldorf In 2014/15 wurde das Filmprojekt WUNDERHORN uraufgeführt, das seither auf Tournee in Europa ist.(Musik: Gustav Mahler). Hierbei handelt es sich um eine Koproduktion von 7 europäischen Partnern (u.a. De Doelen, Rotterdam, BBC Symphony Orchestra, London, Théâtre La Monnaie, Bruxelles).